#GPdlVSC – Das Finale

Meine Damen und Herren, Mesdames et Messieurs, Ladies and Gentlemen! Guten Abend, bon soir,
Wie geht’s? Comment ca va? Do you feel good? I bet you do!

Gestattet uns diesen kleinen Ausflug ins Cabaret, doch nach endloser Vorbereitung, vielen e-mails, Telefonaten, schaurig schöner Musik, mit und ohne Mitgröhlfaktor ist es nun so weit:
Das Finale steht an!

Das Finale des Grand Prix de la Vereinslieder Song Contest, kurz: #GPdlVSC!
Wir haben Euch durch drei Halbfinals (3.Liga & Guests, 2.Bundesliga, 1.Bundesliga) geführt und Euch abstimmen lassen (Ergebnisse: 3.Liga & Guests, 2.Bundesliga, 1.Bundesliga), jetzt wollen wir das auch zu einem guten Ende bringen.

Die Regeln:

Schaut Euch die Videos an. Es ist erlaubt zum nächsten Video zu skippen, sobald aus mindestens einem Ohr Blut fließt. Am Ende müsst Ihr aber für fünf der Videos stimmen.
Fünf? Jaha, nicht mehr nur für drei, wie in den Halbfinals, sondern fünf! Noch mehr Auswahl für Euch!
Fantastisch, oder? In der entsprechenden Reihenfolge vergebt Ihr also, wie schon in den Halbfinals, zwölf, zehn und acht Punkte für die Top 3 und dann weitere sieben und sechs auf den nächsten Plätzen.
Wichtig: Ein Speichern Eurer Stimme erfolgt erst nach der Abgabe aller fünf Plätze.
Das Voting bleibt über die Länderspielpause geöffnet, es endet dann am 22.November um 23.59h. Zusätzlich wird in das Endergebnis ein Jury-Urteil einfließen, welches wir zum Ende des Monats als Podcast-Sendung veröffentlichen werden. Die Plätze 24-1 werden dann ab dem 1.Dezember in unserem Adventskalender veröffentlicht.

Technischer Hinweis: Alle Videos sind über YouTube eingebettet. Je nach Darstellung in Eurem Browser, werden diese nicht angezeigt, insbesondere auf manchen mobilen Endgeräten. In dem Fall ruft den Artikel bitte nochmal neu auf, sobald Ihr Euch an einem Rechner mit einem anderen Browser befindet.

Den Link zum Voting findet Ihr am Ende des Artikels.

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Die Teilnehmer:

Alle Videos in einer Playlist: YouTube

Startposition 1: Altona 93 – Pommespanzer: „Lieb und Prollig“
Der „gar nicht so Geheimfavorit“, überlegener Sieger des ersten Halbfinals: Pommespanzer mit „Lieb und Prollig“. Für unseren „kleinen“ Nachbarn von der Adolf-Jäger-Kampfbahn wurde die regionale Vorwauswahl von niemand geringerem als Jan von All to Nah durchgeführt.
„Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss? Am Arsch! Ob wir uns beim Gewinn des ersten Halbfinals zu sehr verausgabt haben, entscheiden noch nicht einmal wir, sondern Ihr – die einzigen, denen wir vertrauen! Hier findet Ihr noch einmal einen Einblick in die AFC-Musikszene sowie die Vorstellung unseres Beitrags:
„Altona 93 – Musik in unseren Ohren…“ lautete der Titel der neunzehnten Ausgabe unseres Fanzines All To Nah. Da die Musik einen großen Stellenwert in unserer Fanszene hat, waren im Heft Stories zu fast vergessenen Stadiongesängen, die Top Tens unserer Spieltags-DJs und Interviews mit Bands, die Altona 93-Songs im Repertoire haben, versammelt. Jedem Heft lag eine Kompilation mit 14 Songs bei. In der Ausgabe 26 lieferte dann gar eine 7“ zwei weitere Hits. Mit „An die Bar Altona!“ von The Nø folgt in diesem Herbst dann schon der nächste Kracher.
Crust aus Tel Aviv, Sprechgesang aus Ottensen, D-Beat aus Göteburg und feinster Soul aus Bahrenfeld – dazu jede Menge Punk, Ska und Liedermachermucke aus allen Ecken Hamburgs: Die Vielfalt an Liedern, in denen die erste Frauen- oder Männermannschaft unseres Fußballclubs besungen wurden, ist groß genug, dass sich ein lokaler Vorentscheid im Fanforum lohnte. These are the results from Altona:

Souveräner Gewinner ist mit Pommespanzer eine Band aus der Gegengerade. Sie werden mit „Lieb und Prollig“ an den Start gehen, das einer der beiden Songs auf besagter Fanzine-Single ist. Im Interview zu deren Erscheinen sagten sie: „Für uns war klar, dass einer unserer ersten Songs ein AFC-Lied sein musste. Eine Liebeserklärung an den charmantesten Club der Welt!“ Den Backround-Gesang steuerten damals übrigens Leute aus den Bands Fast Sluts und Heiamann bei. Doch das ist alles bereits vier Jahre her und so übergebe ich das Wort nun live an die Band:
„Moin moin, wir freuen uns riesig, den AFC im Grand Prix de la Vereinslieder Song Contest vertreten zu dürfen! In der aktuellen Besetzung gibt es uns knapp ein Jahr: als letztes Mitglied konnten wir die Fredi an der Trompete verpflichten. Zu dem Bandnamen „Pommespanzer“ kamen wir eines Nachts in der Punkrock-Küche, als wir unsere Bierbäuche verglichen haben. Unsere Highlights waren bisher die Auftritte bei der letzten Altona 93-Weihnachtsfeier und beim ausverkauften Punkrock-Festival im Harburger Stellwerk. Da wir dieses Jahr vermutlich keinen Auftritt mehr haben werden, wollen wir versuchen in einem Tonstudio neue Songs einzuspielen, um halbwegs professionell zu wirken!? In diesem Sinne: „Unsere ganze Leber – unsere halbe Kraft!““ // All To Nah-Jan

Startposition 2 – MSV Duisburg: „Zebra Twist“
Sollten wir im Nachgang dieses Wettbewerbs einen Sonderpreis für die liebevollste Umsetzung der Vorentscheide verleihen, so hat Kees mit dem Zebrastreifenblog definitiv gute Chancen.
Eine offene Suche der Kandidaten, Vorstellungen 1, 2, 3, 4, eine Zwischenrunde mit allen 18 Songs und dann das Finale mit der Verkündung des Endergebnisses.
Und das alles nur, um am Ende den Song ins Rennen zu schicken, den Kees sowieso von Anfang an erwartet hatte, „das älteste Stadionlied Deutschlands„.
Im Halbfinale ein starker Auftritt und der zweite Platz – wohin geht es nun im Finale?

Startposition 3: 1.FC Saarbrücken – Leergut: „Wir kommen wieder“
Das FCSBlog 2.0 von Carsten Pilger steht Pate für den 1.FC Saarbrücken. Im Vorentscheid gab es noch solche Perlen wie „Manni Manta featuring Mucho Jr“, am Ende setzte sich aber ein Lied durch, dessen Titel einem aktuellen Aufsteiger natürlich absolut würdig ist. Und eine Band die „Leergut“ heißt, hat natürlich auch schon mal nen Bonus – und dieser Bonus führte im Halbfinale immerhin aufs Treppchen.
Einige favorisierten das Vereinslied, andere warfen neuere Barden wie Manni Manta ins Rennen, aber es gab einen klaren Favorit. Vermutlich trifft kein anderes Lied so sehr ins Schwarze wie dieser Beitrag und auch der Songtext hat vielleicht im Hinblick auf jeden Wiederaufstieg fast prophetische Fähigkeiten. Der Beitrag des FCS für den GPdlVSC ist daher:

Startposition 4: SG Wattenscheid 09
Zugegeben, dem Verein ging es schon mal besser, nach der Insolvenz im letzten Jahr drohten die Lichter kurzfristig sogar ganz aus zu gehen, Corona tut sein Übriges. In der Oberliga Westfalen steht man aktuell nach neun Spielen und 14 Punkten auf Platz 9.
Also, auf geht’s: „Ess! Geeeh! WATTENSCHEID NULL NEUN!“

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Startposition 5: 1.FC Kaiserslautern – Die Walter Elf: „Männer in Rot“
Für den FCK konnten wir Der Betze Brennt für den regionalen Vorentscheid gewinnen.
Thomas schreibt uns:
„’73 als kleiner Zwerg, hoch mit meinem Vater auf den Betzenberg …“. 
Punkrock meets Fußball: Kann eine Band, die aus dem beschaulichen „Bauernkaff“ Kaiserslautern kommt und sich bundesweit einen Namen machen will, einen besseren Namen wählen als „Die Walter Elf“? Da ist die Beziehung zur Stadt und zum Verein von der ersten Minute an Programm. 27 Jahre nach ihrer Gründung und nun auch schon wieder zehn Lenze her, huldigte die ehrfürchtige Band ihrem Klub zur Bundesliga-Rückkehr 2010 erstmals mit einem kompletten (Mini-)Album, dessen Titelsong sich im regionalen Vorentscheid zum #GPdlVSC gegen keinen Geringeren als das wohl auch bei allen Auswärtsfans bekannte „Betze-Lied (Olé olé)“ durchsetzen konnte. Neben einschlägigen Melodien ist bei „Männer in Rot“ alles enthalten, was den in die Drittklassigkeit abgerutschten FCK für seine Fans ausmacht: Abstiegskampf bis zum Wadenkrampf, Kuntz mit der Meisterschale in der Hand – da hat der Berg gebrannt, die Pferdewurst vom Härting und das Stadionbier, die Kurve, die die alten Lieder singt. So war es beim ersten Stadionbesuch und so wird es immer bleiben: 
„… und mir war klar, ich werde nie allein sein. Wir werden eins sein: Ich und die Männer in Rot!“

Neben der Studioversion möchten wir Euch zusätzlich auch die Live-Version ans Herz legen.

Startposition 6: TeBe Berlin – E-Blox: „Tebe rockt“
Li! La! Weiße! Ganz besonders herzliche Grüße gehen nach Berlin, wo niemand geringeres als das Lila Laune Fanzine den regionalen Vorentscheid übernahm und einen souveränen sechsten Platz im Halbfinale erzielte. Endi vermeldet:
Nach einem überhasteten, intransparenten und undemokratischem Auswahlverfahren nominieren wir für unseren Herzensverein Tennis Borussia „TeBe rockt!“ von den E-Blox. Weil: Ist gut und kurz und knackig und jeder kann sofort mitsingen. Außerdem sind wir dann mehr Punkrock als St- Pauli mit dem Thees Uhlmann Emozeug. Mit einer einfachen Ramones Coverversion kann mensch auch wenig verkehrt machen. Und es war der einzige zur Auswahl stehende Song, den es auf Vinyl gibt. Auf lila Vinyl natürlich. Seit Jahren ausverkauft, aber bei Discogs tauchen immer mal welche auf, auch auf der Lila Laune CD zum 100. ist der Song drauf, wie auch die tolle B-Seite „1998“ über unseren Pokalsieg gegen Hertha. Das „Video“ wurde damals für irgendein St.Pauli Antira zusammengestümpert. Aufgenommen wurde „TeBe rockt!“ zum 100-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 2002, irgendwo in Ost(!!!)Berlin. Hinter den E-Blox verbargen sich diverse gestandene Punkrockmusiker u.a. von „Die Zusamm-Rottung“ und den „Drei Flaschen In ’na Plastiktüte“. Im Backgroundchor sind diverse Lila Laune Redakteure zu hören. Den Bass spielte The (Incredible) Hagen, der weit nach seiner Zeit bei Die Ärzte später als TeBe-Pressesprecher tätig war und im E-Block immer noch sehr vermisst wird. RIP.
Viel Erfolg! Eure Lila Laune

Startposition 7: Göttingen 05 – „Schwarz-Gelbes Herz“
Die Supporters Crew 05 übernahm die Nominierung für Göttingen 05. Lest zunächst, was Onkel Günther uns vor dem Halbfinale schrieb:
In einer spektakulären online-Abstimmung, konnte sich schlussendlich klar und deutlich der von einer Hamburger-Kapelle eingesungene Smasher „Schwarz-Gelbes Herz“ durchsetzen.
Es begab sich bei unserer fünftägigen Feierei anlässlich des fünfjährigen Geburtstages unseres FanRaums, dass eine aufstrebende Oi-Punk-Band aus der fernen Hansestadt die heiligen FanRaum-Hallen zum Beben brachte. Ein Bier, eine Umarmung und einen Monat später, überraschte uns eine whatsapp-Nachricht mit wohlklingenden Klängen, Gitarrenriffs aus der Kurve, irgendwas mit 05 und Bier, geil, die machen nen Song über uns, über Göttingen 05 und Bier. Nach einer kurzen Intervention musste der Maschberg noch in den Maschpark umgedichtet werden, fertig war der Hit. Nach einer umjubelten Premiere im sagenumwobenen JuZI, entschlossen sich Band und Szene dazu das Ganze stilecht als 7“ raus- und unter die Leute zubringen.Hier kommt nun also Stadionrock pur,  „Schwarz-Gelbes Herz“, der Band „Schwarz-Gelbes Herz“, Euer Soundtrack zu Stagediving-Orgien, Bierduschen und Pyroshows.

Nach der Qualifikation fürs Finale erreichte uns noch folgende Ergänzung:

„Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn! Wie in guten, alten Zeiten haben wir diverse namhafte Fußballclubs hinter uns gelassen und laben uns jetzt an unserer Außenseiterrolle. Die ganze Stadt fiebert dem Finale entgegen, die örtliche Postille dreht vor Aufregung durch, die C-Jugend nippt an Ihrer Capri-Sonne während der Refrain „…mit Dir an meiner Seite werde ich besoffen sein!“ durch die Kabine schallt. Mit Hilfe der gesamten Bevölkerung unser wunderschönen Universitätsstadt, die schon jetzt komplett in schwarz und gelb gehüllt ist und, in Reminiszenz an eine bekannte Hamburger Oi-Punk-Band, seitdem Glatze und Hosenträger trägt, kann der Titelgewinn und das Abspielen DER Hymne am Heiligen Abend nur über uns führen! Ich sehe schon das Comeback der Band auf dem Rathausbalkon der Stadt Göttingen: Konfetti, Schnee, Göttinger Pils und Freudentränen verschwimmen zu einer großartig schmeckenden Melange aus Glückseligkeit, Aufbruchstimmung und dem endgültigen Glauben an den lang ersehnten Aufstieg in die Weltklasse!“

Startposition 8: FC Hansa Rostock: Kollektiv Hein Butt – „Zusammen“
Für unsere Freunde von der Ostsee konnten wir den @Hanseator gewinnen, der ein Lied für Hansa nominierte und ihm folgende Zeilen mit auf den Weg gibt, welche für das Finale auch noch mal aktualisiert wurden:

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„Zusammen“ erfüllt meine (subjektiven) Anforderungen an ein Vereinslied wie kein anderes: eine einprägsame, gut mitsingbare Melodie, die in Verbindung mit dem emotionalen, ans Herz gehenden Text, der euphorische Gedanken an Hansastadt, Ostseestrand und natürlich das gemeinschaftliche Stadionerlebnis weckt, beim Anhören sofort Gänsehaut auslöst, und der Kloß beim Mitsingen im vollbesetzten Hansa-Block (egal, ob Heim oder Auswärts) will auch jedes Mal wieder neu verschluckt sein.
Hinter „Kollektiv Hein Butt“ verbergen sich Musiker und Crew der Rostocker Punk-Legende „Dritte Wahl“, „Zusammen“ ist eines von fünf Stücken auf der 2000 veröffentlichten EP „Heimspiel – Stadionrock von Fans für Fans“.
Der Titelsong der Scheibe entzückt in der 5.Strophe mit den zeitlos schönen und bonusverdächtigen Versen
„…Freundschaft mit den Gästefans, die sind genau wie wir. Sie lieben ihren Club und trinken gerne mal ein Bier.“
Vor der finalen Abstimmung möchte ich allen danken, die dieses schöne Lied mit ihren Stimmen ins Finale gevotet haben, und das – so würde die berüchtigte Hamburger Krawallpost formulieren – „ausgerechnet“ auf einer dem „Erzfeind“ gewidmeten Website. Möge dies der Beginn einer wunderbaren Fr…  Ok, das geht nun doch zu weit und dürfte in beiden Fanlagern kaum mehrheitsfähig sein. Aber für einen geilen Song maximale Punkte zu vergeben, wird ja wohl noch erlaubt sein. Also traut euch, es wird ja niemand erfahren.
Ich möchte natürlich nicht versäumen, den Machern des Millernton für die tolle Idee und Umsetzung dieses Wettbewerbs zu danken. Allen Finalisten wünsche ich viel Erfolg und den Abstimmenden maximalen Spaß und ein glückliches Händchen. Wir sehen uns (hoffentlich bald wieder) in den Stadien des Landes. Bleibt alle gesund!

Startnummer 9 – SV Darmstadt 98: Decubitus – „Allez les bleus“
Viele hatten wohl mit „Die Sonne scheint…“ gerechnet und tatsächlich war der Interpret, Alberto Colucci sogar zu Gast in der Sendung der Kollegen von Hoch und Weit, die den Darmstädter Vorentscheid präsentierten. Ebenso allerdings, wie Musiker der anderen Teilnehmer und u.a. eben auch Todd von Decubitus, deren „Allez le bleus“ ja auch schon als Gästelied am Millerntor lief. Eben dieser wurde es dann auch, wie in der Entscheidungsshow feierlich verkündet wurde – und das diese Entscheidung eine Gute war, sieht man am souveränen 1.Platz im Halbfinale.

„Allez Les Bleus“ von „DECUBITUS“ entstand im Jahr 1999, ein Jahr nach dem 100-jährigen Vereinsjubiläum. Die Lilien waren passend zum Festjahr in die Viertklassigkeit abgestiegen. Von Jubiläumsstimmung weit und breit keine Spur. Gerald Wrede, Lilienfan seit Ende der 1970-er-Jahre, Plattenladen-Besitzer und selbst Musiker, wollte das nicht akzeptieren und forderte bei fußballinteressierten Darmstädter Bands Lilienlieder für einen Jubiläums-Sampler an. DECUBITUS um die langjährigen Lilienfans und Stadiongänger Jan „Nouki“ Ehlers, Dirk Koppert, Hannes Reuter und Todd Jorgensen lieferten prompt. „Allez Les Bleus“ erschien auf dem privat organisierten und finanzierten Sampler „22 Sahnefilets in Blau-Weiss“. Davon stammten allein 12 „Filets“ aus der Feder von Gerald Wrede. Schnell fand „Allez Les Bleus“ den Weg ins Stadion. Lilienfans sangen die Strophen im Fanblock. Immer öfter und lauter. Das Lied hatte einen Nerv getroffen. Das bemerkte auch der Verein, doch er zögerte „Allez Les Bleus“ im Stadion zu spielen. Grund war der kernige Vorwurf der redaktionellen Unausgewogenheit zugunsten des ungeliebten Nachbarns aus Offenbach gegen den Hessischen Rundfunk (HR). Da die Band eine zensierte Version ablehnte, das Lied bei den Fans aber immer populärer wurde, lief es schlußendlich doch im Stadion… zumindest in Kurzform, denn kurz vor der betreffenden Textzeile wurde das Lied abgebrochen. Mittlerweile hat sich die Situation entspannt. „Allez Les Bleus“ läuft vor jedem Heimspiel, meistens nach der Mannschaftsvorstellung und vor Alberto Colucci. Das Zusammenspiel zwischem dem aggressiv-treibenden „Allez Les Bleus“ und dem poppigen Italo-Kracher „Tor! Lilien Vor!“ zeigt die Darmstädter Diversität in Sachen Musik und macht das „Vor-dem-Spiel-im-Stadion-Erlebnis“ am Böllenfalltor zu etwas Einzigartigem. Nicht ohne Grund landeten beide Songs beim regionalen Vorentscheid auf den Plätzen 1 und 2. Schlussendlich kann es aber nur einen geben. Darmstadt schickt „Allez Les Bleus“ von DECUBITUS ins GPdlVSC-Rennen!

Startnummer 10 – FC St.Pauli: Thees Uhlmann – „Das hier ist Fußball“
Wohlweislich haben wir den Vorentscheid für den FCSP ausgelagert – die komplette Spaltung der Fanszene wollten wir nicht alleine verantworten. The Wakes, The Pilgrims, But Alive, L.A.K uvm.
Am Ende wurde es dann ein Lied, was einfach passt – insbesondere auch jetzt wieder, in Anbetracht der aktuellen Tabellensituation.
Um den Vorentscheid hat sich zum Glück der Magische FC-Blog drum gekümmert und im Halbfinale reichte es dann zum Platz 2. Flossi schrieb uns:
Mit “Das hier ist Fußball” veröffentlichte Thees Uhlmann 2010 das Lied, das Jede*r in diesem Verein auswendig mitgröhlen kann. Im Vorentscheid setzte sich Thees ohne Probleme gegen die anderen Kandidaten durch. Man munkelt, dass man mit seiner Nominierungen den ganzen Vorentscheid auch gleich hätte sein lassen können. Textzeilen wie “Tragik ist wie Liebe ohne Happy End und eines sich wirklich sicher, dass St. Pauli die Tragik kennt” und “Bayern besiegt in Chemnitz verloren, man hört noch die Chöre in seinen Ohren” beschreiben perfekt das Gefühl Fan des FC St. Pauli zu sein. Die Ambivalenz zwischen Freud und Leid, Derbysieg und Niederlage in Sandhausen, Aufstiegsträumen und Abstiegskampf verpackt in vier Akkorde.

Startnummer 11 – VfL Bochum: Herbert Grönemeyer – „Bochum“
Bei einsachtvieracht ist grad zeitlich alles etwas schwierig, zu mehr als „Nehmt den Herbert“ hat es bei Jannick daher nicht gereicht. Mehr braucht es aber wahrscheinlich auch gar nicht, der Song steht für sich und landete im Halbfinale souverän auf dem Treppchen. Live-Versionen wollten wir eigentlich aufgrund der oft verwackelten Handy-Videos nur im absoluten Ausnahmefall zulassen – nun, hier ist die Ausnahme.

Startnummer 12 – Holstein Kiel: Erik Cohen – Englische Wochen
Für unseren nördlichen Nachbarn übernahm 1912fm den regionalen Vorentscheid. Pike schreibt uns zur Nominierung, die sicher aus der Masse an Schunkelsongs heraussticht:
Einigen Leuten dürfte Erik Cohen noch als Jack Letten, Sänger der legendären Kieler Hardcore-Punk-Band „Smoke Blow“, bekannt sein. Auf seinem Album „III“ machte Erik Cohen mit „Englische Wochen“ dem Fußball und vor allem Holstein Kiel eine Liebeserklärung. Das Video spricht für sich.
Ins Holstein-Stadion ging es für den Sänger bereits als kleiner Butscher und trotz vieler Spielzeiten voll Grottenfußball blieb er dabei. Ein ganz paar Jahre später durfte Erik seinen Song dann live auf dem heiligen Rasen vorm Spiel gegen den 1. FC Magdeburg performen.
Eine der der schönsten Liveversion von „Englische Wochen“ stammt vom Wacken Open Air 2018, einen Tag nach Holsteins großartigen 3:0-Sieg im Volkspark. Danach war das Lied immer wieder bei Heimspielen zu hören.

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Startnummer 13 – Hamburger SV: Abschlach! – „Mein Hamburg lieb ich sehr“
Hamburg ist also mit drei Songs im Finale dabei. Wir bedanken uns bei Tanja für die wirklich schöne und gewissenhafte Umsetzung des Vorentscheids bei unserem Nachbarn, die im Halbfinale immerhin zu Platz 4 reichte:
Nun, wir haben die HSV-Fans entscheiden lassen. Zunächst nahmen wir auf Twitter Vorschläge entgegen, dann stellten wir die 14 Songs im HSVTalk Podcast vor und ließen dann im Blog abstimmen.
Eindeutiger Sieger: Abschlach mit „Mein Hamburg lieb ich sehr“.
HSV-Fans muss ich also nicht überzeugen, aber auch Anhänger anderer Klubs sollten dem Song durchaus etwas Positives abgewinnen können.
Die erste gute Nachricht: In dem Lied kommt der HSV nicht mal vor. Warum es trotzdem ein HSV-Lied ist? Da ist zunächst mal die Band Abschlach, alles HSV-Fans, teilweise aktiv im HSV e.V., seit Jahren in der Fanszene bekannt und beliebt. „Mein Hamburg lieb ich sehr“ ist der bekannteste Song, auch unter den Fans. Er handelt von Verbundenheit zur Stadt (zur gesamten, nicht nur einem kleinen St.Adtteil), die uns ein Zuhause ist und auch in schlechten Zeiten die Konstante bildet.
Damit sind wir bei der zweiten guten Nachricht: Wenn HSVer das Lied in eurem Stadion singen, dann hat der HSV verloren. Es ist das Lied, das wir singen, wenn wir die Niederlage eingestehen. Was soll ich sagen? Wir haben es in den 10er Jahren so oft gesungen, dass es mittlerweile unser Stadionlied ist und Lotto King Karl abgelöst hat.
Wir sangen „Mein Hamburg lieb ich sehr“ in Fulham, als wir den Einzug ins heimische Europa-League-Finale verpassten. Wir sangen es in Fürth, weil sich zwei Unentschieden nicht wirklich nach einem Sieg anfühlten. Wir sangen es in Karlsruhe, als wir einfach nur erleichtert waren. Und wir sangen es am 12. Mai 2018.
Es war die 82. Minute im Spiel gegen Gladbach, der HSV führte zwar 2:1, aber wir wussten alle, es reicht nicht mehr. Also begann die Nordtribüne: „Ich hab nen harten Tag gehabt und musste nochmal raus…“. Beim ersten Refrain sangen 50.000 Hamburger im Stadion mit, die Gladbacher waren nicht mehr zu hören und wir verabschiedeten uns aus der 1. Liga. Dieser Moment einte mehr HSVer als Marcelo Diaz, Felix Magath und Kevin Keegan zusammen. Nach dem Spiel auf den letzten Metern von der U-Bahn nach Hause begegnete mir jemand im HSV-Trikot: Wir nickten uns zu, grüßten mit „Nur der HSV!“ und gingen unseres Weges. Und sangen an diesem 12. Mai leise vor uns hin:
„Mein Hamburg lieb‘ ich sehr …“

Startnummer 14 – Fortuna Düsseldorf: Die 95ers – „95 Olé“
Für die Fortuna konnten wir DJ Opa gewinnen, seines Zeichen die Institution wenn es um F95 und Musik geht, außerdem passenderweise Stadion-DJ. Er führte ein Voting auf Facebook durch und gewann den mit seiner Band einfach mal gleich selbst:
Als wir 2004 mit der Band „Die 95er“ den Song „95 olé“ aufnahmen, sollte das eigentlich nur ein Gag sein. Als Hit war eigentlich „Die einzig wahren Farben“ gedacht, mit illustren Gastsängern wie Bodo von Stunde X und Janie J. Jones aka Peter Hein von den Fehlfarben. Aber am Ende setzte sich „95 olé“ als Stadionhymne beim Einlauf der Mannschaften durch. Endlich mal ein Text, den man sich auch nach drölf Bieren noch merken kann. Als ich den Song mal wechseln wollte, gab es geradezu einen Aufstand. Und so läuft dieses Liedchen auch nach 16 Jahren immer noch vorm Anpfiff.

Startnummer 15 – SV Sandhausen: Gesangsverein Sandhausen – „SV Sandhausen Hymne“
Gut, manchmal kann es so einfach sein. Schrieb uns zumindest Stefan von CD Sandhausen:
Aus verschiedenen Gründen fallen zwei andere Kandidaten aus der Wertung, von daher bleibt nur unser altbekanntes SVS Vereinslied. Das Lied wurde nach meinen Infos in den 60er Jahren vom Gesangsverein Sandhausen aufgenommen und daher sind Text und Melodie durchaus schon etwas in die Jahre gekommen. Verfasser des Lieds ist mir leider nicht bekannt. Die Anmerkungen bezüglich der SVS Farben schwarz/weiß in Bezug auf die Farben der Nation beziehen sich übrigens auf die Trikotfarben der deutschen Nationalmannschaft, dies sei nur erwähnt weil das schon mal zu Nachfragen geführt hat.
Lokal verankert ist das Lied auf jeden Fall, wie auch die Aufnahme eines Schüler*innenchors von 2016 beweist. An den Start aber geht natürlich das Original:

Startnummer 16 – Hannover 96: Vorwärts nach Weit – „Kokenhof der Liebe“
„Unsere User haben sich für einen speziellen Kandidaten entschieden, der wahrscheinlich etwas erklärt werden muss – was schriftlich nicht so leicht ist..“
Ja, Tobi vom Vorwärts nach weit-Podcast schrieb uns diese Zeilen – und Ihr seht uns immer noch fassungslos.
In der dazu veröffentlichten Episode von VnW ist aber Sänger Kristian zu Gast, erklärt alles wichtige und die Crew feiert die Nominierung sehr. Wer die 1h55m nicht komplett hören will und einfach nur heiß auf diese Story ist, steigt einfach bei 1h17m50s ein.

Startnummer 17: 1.FC Union Berlin – Sporti: „Eisernet Lied“
Zwanzig!
Zwan-Zig Songs!
So viele standen beim 1.FC Union zur Auswahl, als das Textilvergehen zum Köpenicker Vorentscheid bat. Eine absolut souveräne und völlig unbestechliche Jury stimmte dann in der Sendung live ab, vergab Punkte von eins bis zehn – und am Ende gewann „Sporti“ mit dem im schönsten Berlinerisch vorgetragenen „Eisernet Lied“.
Und während die Meinungen ansonsten teilweise seeeeehr weit auseinander gingen, hatten dieses Lied dann eben doch alle auf den Plätzen 1-3 und schicken Sporti daher auch mit einer absolut breiten Unterstützung von der Alten Försterei aus ins Rennen.
Und womit? Mit Recht. Souveräner Sieg im Halbfinale – wird es jetzt auch im Finale reichen?

Startnummer 18: Eintracht Frankfurt – Tankard: „Schwarz-Weiß wie Schnee“
Nur knapp hinter Sporti lief Tankard ein. Zugegeben, die Anfrage an den Eintracht-Podcast hätten wir uns auch sparen können, denn die Auswahl dieses Liedes war wohl klar. Wer einen der Auftritte bei einem der Frankfurter Pokalfinals in den letzten Jahren gesehen hat, wird hier auch kaum anderer Meinung sein als René, der uns zur Nominierung schreibt:
Jetzt mal ehrlich, wer hier nicht für Tankard ist, der hat den Fussball nie geliebt. Welche Alternativen gibt es denn zu einem so schön rockigen Lied, welches dazu noch im Original aus dem Stadion kommt, von einer 100% Lokalen Gruppe neu aufgelegt und sogar vor dem Gewinn des DFB-Pokal Finales live im Stadion gespielt wurde?

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Startnummer 19: 1.FC Köln – Höhner: „Mer stonn zo dir, FC Kölle“
Manche Songs nominieren sich auch einfach von selbst, trotzdem lassen wir Thomas von effzeh.com kurz erklären:
Es ist eine Coverversion des schottischen Traditionals „Loch Lomond“. Ja, es ist eine Auftragsarbeit, die 1998 zum 50. Geburtstag veröffentlicht wurde und direkt mit dem Abstieg verknüpft wurde. Und ja, Höhner-Frontmann Henning Krautmacher stammt aus Leverkusen und sympathisiert mehr mit Bayer 04 denn dem 1. FC Köln. Dennoch: „Mer stonn zo dir, FC Kölle“ gilt nicht nur ligaweit zurecht als die eindrucksvollste Vereinshymne, sondern ist auch jederzeit im Stadion ein Gänsehautmoment. „Nur zesamme simmer stark“ sollte als Clubmotto deutlich mehr Sympathie erfahren als das generische „Spürbar anders“, mit dem der FC derzeit wirbt. Und auch wenn sich zur gegebenen Zeit in den Kölner Kneipen wieder alle (also auch diejenigen, die das Real Madrid des Westens auf den Tod nicht abkönnen) in den Armen liegen, wenn der DJ die FC-Hymne spielt: Es ist – auch dank der musikalischen Erhabenheit des Stücks, aber auch der textlichen Komponente – der geilste Song (nicht nur) über den 1. FC Köln.

Startnummer 20: SV Werder Bremen – De fofftig Penns: „Gröön un Witt“
Den Bremer Vorentscheid organisierte der Weserfunk Podcast – und auch hier gab es dann gleich eine Sonderfolge mit der Vorstellung der sieben Kandidaten.
in der Abstimmung setzte sich dann mit immerhin 36% der Stimmen ein Song mit „lokaler Prägung“ durch, der am letzten Freitag beim Heimspiel gegen den 1.FC Köln dann auch noch live bei DAZN zu hören war, ehe die 2.Halbzeit angepfiffen wurde. Kim berichtet:
Jeder erfahrene und ernstzunehmende Eurovision Song Contest Fan weiß: Echte Helden singen in Landessprache! Deshalb rappen „De Fofftig Penns“ auf Platt und zünden die gröön un witt gehaltenen musikalischen Bengalos mit mehr Schwung als jede Schiffsschaukel!

Startnummer 21: SC Freiburg – DJ B-Phisto feat. Christian Streich: „Freiburg will de Balle habe“
Der Freiburger Füchsle-Talk nahm einen Podcast zum Vorentscheid auf und ließ dann auf Twitter abstimmen.
Gewonnen hat Christian Streich – und eine für diesen Wettbewerb wohl eher ungewöhnliche Variante eines Vereinsliedes:

Startnummer 22: Arminia Bielefeld – Schiesser: „Geh weiter“
Da hatten wir „You’ll never walk alone“ doch explizit ausgeschlossen – und schwupps kommen diese cleveren Ostwestfalen um die Ecke und tricksen uns aus.
Ja, okay, passt schon, den individuellen Vereinsbezug kann man ja nicht wegdiskutieren. Jan-Hendrik vom Rundumbeobachter schreibt zur Begründung:
Ein ostwestfälisches Mantra. Irgendwo zwischen Siegen gegen den FC Bayern und fruchtlosen Duellen mit einer Stadt westlich von Telgte – da passiert Arminia Bielefeld. Mit ihrem Stadionsong „Geh weiter“ bringt die Band Schiesser ein typisches Arminia-Feeling auf den Punkt. In welche Richtung geht es? Weiter.
Die Punkband „Schiesser“ wurde 1997 gegründet, der Bandname ist das Ergebnis eines feucht-fröhlichen Probenabends. Im Gründungsjahr kam die erste Platte „Bielefelder Schule“, 1998 folgte „Punkrocksuperstar“. Im Frühjahr 1999 entstand der Arminia-Sampler „Almrausch“. Schiesser steuerte die Songs „Bielefeld Aufsteiger“ und „Geh weiter“ bei. Im Jahr 2000 sprach der damalige Fanbeauftragte des DSC Arminia die Band an – „Geh weiter“ sollte Stadionhymne werden. Also spielte „Schiesser“ den Song neu ein und veröffentlichte die Version auch selbst
auf dem dritten Silberling „Die Almsongs“.
„Geh weiter“ ist solider Punkrock. Die Melodie ist teilweise angelehnt an eine Musical-Schnulze, die Gerüchten zufolge an der Anfield Road in Liverpool zum Fußballhit wurde. „Wenn man den Song übernimmt, dann so, dass er in den Kontext und das Fußballschicksal des eigenen Vereins passt.“, erklärt Sänger und Songschreiber Mike Rüschoff im Arminia-Magazin „Supporter“.
Und so schallt „Geh weiter“ seit nunmehr 20 Jahren bei jedem Heimspiel der Blauen über die Tribünen der Alm. „Ich bin auch etwas stolz, weil das der Beweis ist, dass man sich beim Texten die richtigen Gedanken gemacht und damit einen Nerv getroffen hat.“, sagt Mike. Und ja, „Geh weiter“ hat die richtigen Gedanken, „Geh weiter“ trifft den strapazierfähigen Arminen-Nerv. „Geh weiter, mit dem Schal, schwarzweißblau und du gehst niemals allein“ kann durchaus als Arminia-Mantra gelten. Der Bielefelder Fußballfan geht durch Höhen und Tiefen, Dick und Dünn, Euphorie und Fremdscham. „Dortmund geschlagen und die Bayern erst recht, nur gegen Prxn, da spielten wir schlecht“ – das bildet die sportliche Bandbreite ab, in der Arminia Bielefeld sich abspielt. Siege gegen den Champions League- Glamour, Niederlagen gegen einen Erzrivalen (Prxn = Preußen Münster), der sich seit kurzem als Regionalligist versucht. Man könnte hier auch drei Pokalhalbfinals und Heimniederlagen gegen Kampfgewichte wie SV Holzwickede oder den VfR Sölde benennen.
Egal, ob Sieg oder Niederlage, ewiger Liga-Fahrstuhl, Arminen sind treu, komme, was da wolle. „Auch in der Oberliga würden wir zu ihr gehen“ – wir würden nicht nur, wir sind in der Oberliga zu ihr gegangen. Denn es gibt sie, die „schönen Spiele“, die die „Alm schon gesehen“ hat, ebenso wie die schlechten Spiele gegen Münster (Holzwickede, Sölde,…). „Is halt so. Muss ja“, wie man in Ostwestfalen-Lippe sagt. „Typisch Arminia“, wie man in Ostwestfalen-Lippe auch sagt. Oder wie Schiesser singen: „Erste oder zweite Liga, die Treue bleibt bestehn/ Es ist uns egal, wir stehen bereit./ Halten wir doch zusammen, bleiben wir stets Arminen/ Du gehst niemals allein.“.
Was bleibt uns auch anderes übrig, als treu zu sein? „Und wenn wir auch denken dass wir besseres verdienen“, haben wir nur das, was Arminia uns auftischt. „Geh weiter“ ist ein Stadionsong und wird es auch bleiben. Denn unabhängig von aktuellen sportlichen Geschehnissen, egal ob gut oder schlecht, erinnert uns „Geh weiter“ immer daran, wie es auch war, sein kann und sein wird. Denn Otto Normalarmine kann nur eins wirklich mit Gewissheit sagen: Es geht weiter. Mit dem Schal schwarzweißblau. Und niemals allein.

Startnummer 23: Borussia Mönchengladbach – B.O.: „Die Seele brennt“
Für die „Elf vom Niederrhein“ hätte man natürlich gleichnamigen Song nominieren können, doch der Vollraute-Podcast hat sich (per sehr knapper Abstimmung) für das etwas getragenere „Die Seele brennt“ von der gleichen Band entschieden, die auch als „Fanprojekt Hausband“ bezeichnet wird.

Startnummer 23: FC Schalke 04 – Die Lokalmatadore: „Wir sind Schalker“
Für den Gelsenkirchener Stadtteilverein haben wir uns an das Schalke Unser gewandt und Roman schickte uns diese Nominierung der Lokalmatadore:
Das Fan-Magazin SCHALKE UNSER schickt die Band Die Lokalmatadore mit dem Song „Wir sind Schalker“ (Live Version) ins Rennen. Das Schalke-Fanzine und die Punk-Rock-Combo aus Mülheim/Ruhr verbindet eine lange Freundschaft. Bereits in den 90er Jahren traten die Lokalmatadoren auf dem SCHALKE UNSER Presseball in der Kaue der früheren Gelsenkirchener Zeche Wilhelmine Victoria auf. Dort wurde auch der Text des Songs „Happy Weekend“ spontan auf das SCHALKE UNSER umgemünzt („Ich les Schalke Unser Tag und Nacht“). In der Ausgabe Nummer 97 hat das SCHALKE UNSER vor gut einem Jahr ein Interview mit dem Sänger Fisch geführt.
Der Song „Wir sind Schalker“ ist eine Adaption des Millwall-Fangesangs „No one likes us, we don’t care“. Er wird in der Nordkurve feuchtfröhlich gesungen und ist auch auf der Lokalmatadore-Platte
Alle unsere Schalke Lieder zu hören.

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Das Voting:

Also nochmal: Fünf Stimmen habt Ihr, absteigend in der entsprechenden Reihenfolge vergebt Ihr zwölf, zehn, acht, sieben und sechs Punkte.

Feuer frei, das Voting ist bis zum 22.November, 23.59h geöffnet jetzt geschlossen. die Ergebnisse gibt es dann ab dem 1.Dezember im Adventskalender. Danke an an Elbblick / Nørdlichter für die technische Hilfe beim Tool!

Und wenn Ihr im nächsten Jahr dann wirklich einen Europaweiten Song-Contest wollt, müssen wir vielleicht noch etwas an der Infrastruktur schrauben – hier könnt Ihr uns dabei helfen.

Bleibt gesund, wascht Euch die Hände und die Ohren!
// Maik

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